MINI Concept Car
Das Ensemble besteht aus einem Tablar in drei Größen mit Tassen, Schalen und Objekten aus feinstem, handgefertigten Nymphenburg Porzellan. Eines davon trägt einen Verschluss mit einer Miniatur-Putte, einem Bacchus aus dem historischen Repertoire von Nymphenburg. Die Behältnisse für Amuse-Bouche und andere Leckereien sind zentral platziert zwischen den Vorder- und Rücksitzen auf einer durchgängigen Mittelkonsole des MINI Concept Cars, eines der meist beachteten Konzept-Autos dieses Jahres.
Die Realisierung des Entwurfs in den Meisterwerkstätten von Nymphenburg geht auf eine Anfrage von BMW im Sommer 2008 zurück. Die Idee: Exklusivität und Komfort der neuen MINI-Modell-Variante durch eine individuell gestaltete Porzellan-Ausstattung zu erhöhen. Das Material für die schwenkbare Schiene sowie für alle darauf positionierten Elemente sollte Nymphenburg Porzellan sein, dessen Schönheit den ästhetischen Anspruch des Münchener Automobilherstellers unterstreicht. Lediglich drei Monate lagen zwischen der ersten Skizze aus der BMW Designabteilung bis zur Erstpräsentation im Rahmen der Pariser Automobilmesse im Oktober 2008.
Die Objekte wurden in den Meisterwerkstätten der Porzellan Manufaktur rein von Hand gefertigt. Die kurzfristige Umsetzung konnte nur aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung der Kunsthandwerkmeister und unter Anwendung traditioneller Herstellungstechniken gelingen. Jedes Element, ob Becher oder Figur, wird einzeln aus flüssigem Porzellan gegossen, aufwändig nachbearbeitet, vollständig mit einer dünnen Glasurschicht überzogen und dann gebrannt. Dazu entwickelte Nymphenburg eine neue Brenntechnik, die es ermöglicht, rundum glasierte Porzellanobjekte in einem Arbeitsgang zu brennen. Das Ergebnis ist eine reinweiße, besonders glatte und harte Oberfläche, für die Nymphenburg Porzellan bekannt ist.