Brüder Alfred, Dr. Fritz und Kurt Bäuml

Pächter bis 1975

Dr. Fritz Bäuml und Alfred Bäuml traten 1912 in die Manufaktur ein, Kurt Bäuml 1917. Die drei Söhne Albert Bäumls blieben seinem Anspruch der Erneuerung verbunden und erweiterten das Programm der Porzellan Manufaktur Nymphenburg in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern. Neben den humorvollen Werken der Tierbildhauerin Luise Terletzki-Scherf (eine Schülerin Josef Wackerles) spannen die bodenständigen Trachtenfiguren von Resl Schröder-Lechner, die eleganten Exoten von Maria Delago sowie die zarten Schöpfungen von Johanna Künzli den stilistischen Bogen bis in die Nachkriegszeit. Der Designer Wolfgang von Wersin dominierte ab 1928 bis Mitte der 60er Jahre die Geschirrgestaltung mit seiner noblen, klassisch proportionierten Formgebung. Unter der Ägide der Bäuml-Brüder erfolgt nach dem 2. Weltkrieg die Ausstattung der deutschen Vertretungen im Ausland mit Nymphenburg Porzellan sowie 1953 die Wiedereröffnung des Geschäfts am Odeonsplatz (Inneneinrichtung Professor Rudolf Esterer). Albert Bäuml und seinen Söhnen ist nicht nur das Überleben der Manufaktur in wirtschaftlich und politisch schweren Zeiten zu verdanken. Sie pflegten auch die Tradition des Kunsthandwerks in Nymphenburg und initiierten bedeutende zeitgenössische Entwürfe.

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