Friedrich von Gärtner
Künstlerischer Leiter 1822 - 1847, gleichzeitig Inspektor bis 1829
Anfang 1822 wurde Friedrich von Gärtner durch König Max I. Joseph die künstlerische Leitung der Nymphenburger Porzellanmanufaktur übertragen. Diese Anstellung bedeutete für Nymphenburg eine Entscheidung mit weit reichenden Folgen. Gärtner war nun voll verantwortlich für die künstlerische Gestaltung der Porzellane. Er war Leiter der Formerei, Malerei sowie Dekoration und schuf neue Modelle für Vasen, Tassen, Kannen, Zuckerdosen und andere Gegenstände. Er selbst suchte die Motive für Bemalungen aus und entwarf Ornamente und Dekore. Mit seinem Wirken zog ein klarer, strenger Klassizismus in der Formgebung von Nymphenburg ein. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit verbuchte Gärtner einen großen Erfolg mit der Huldigungsvase zum 66. Geburtstag von König Max I. Joseph. Dieser wurde ihm auch mit den folgenden Prunkvasen und Servicen zuteil. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen die Prunkvase mit Bildnis der Königin Therese (1831), Vase mit Bildnis König Ludwig I., (1831), Vase mit Ansicht Münchens (1840) sowie das Onyx-Service (Auftrag 1833).
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