Mathias Flurl

Kommissär 1793 - 1807 (ab 1788 bereits Mitaufsicht über die Manufaktur)

Nach dem Tod Sigmund Reichsgraf von Haimhausens im Jahr 1793 wurde die Porzellan Manufaktur Nymphenburg vom „Münz- und Bergwerkskollegium“ losgelöst und bis 1799 direkt dem kurfürstlichen Kabinett zugeordnet. Dessen Vizepräsident, Graf Joseph August von Törring, war somit ihr Direktor. Als Fabrik-Kommissär stellte man ihm Mathias Flurl zur Seite. Nach ersten Gutachten Flurls zum Zustand der Manufaktur konnte von Törring in den Folgejahren Reformen und Verbesserungen antreiben, die sowohl die innerbetriebliche und wirtschaftliche Organisation als auch vor allem den technischen Betrieb der Manufaktur betrafen. Diese hatten noch weit in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein ihre Auswirkungen. 1797 löste Johann Peter Melchior den Modellmeister Dominikus Auliczek ab. Zwei Jahre später wird das Direktorenamt der Manufaktur aufgehoben und stattdessen eine „General-Landesdirektion“ (bis 1807) errichtet, deren Präsident Graf von Toerring wird. Aus diesem Schritt ergab sich die Übertragung der Oberleitung der Manufaktur an den bisherigen Fabrik-Kommissär Flurl. 1800 wird die Porzellan Manufaktur Nymphenburg mit der kurpfälzischen Manufaktur von Frankenthal vereinigt.

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