König Max II. Joseph von Bayern
geboren am 28. November 1811 in München
gestorben am 10. März 1864 in München
Nach König Ludwigs I. Amtsaufgabe übernahm sein Sohn Max II. Joseph die Regierungsgeschäfte. Sein Bestreben war es, die Selbständigkeit Bayerns im Deutschen Bund zu sichern. Wie auch seinem Vorgänger lag ihm dabei die Förderung von Wissenschaft und Kunst am Herzen. König Max II. Joseph hatte seine Schulbildung bei den Gelehrten Friedrich Wilhelm Schelling und Leopold von Ranke genossen – die in gewisser Weise mitverantwortlich waren für die Bedeutung, die er Lehre und Forschung zuschrieb. Mit der Berufung bedeutender Professoren und der Organisation von Symposien mit der geistigen Elite vor Ort festigte er Münchens Ruf als Universitätsstadt. Zudem gründete er 1876 das Maximilianeum, eine Hochbegabtenstiftung für bayerische und pfälzische Studenten, deren Gebäude heute auch den Bayerischen Landtag beherbergt.
An der Porzellan Manufaktur Nymphenburg traten in dieser Zeit angesichts der zunehmenden Industrialisierung die künstlerischen Aufträge mehr und mehr in den Hintergrund. Nach sorgfältigen Abwägungen anhand verschiedener Gutachten stimmte Max II. Joseph schließlich einer Privatisierung zu. Ab 1862 wurde die Porzellan Manufaktur verpachtet, bis sie 1975 wieder dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds übergeben wurde und somit unter das Patronat der bayerischen Königsfamilie zurückkehrte.
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