Kurfürst Max III. Joseph
geboren am 23. März 1727 in München
gestorben am 30. Dezember 1777 in München
Kurfürst Max III. Joseph, Sohn Kaiser Karls VII., war in starkem Maße an der Festigung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Bayerns interessiert. Im Rahmen seiner merkantilen Bestrebungen förderte er die Gründung von Gewerbebetrieben. Zahlreiche Manufakturen begannen sich in Bayern anzusiedeln; unter anderem für die Herstellung von Seide und Glas, aber auch für Porzellan. Am 1. November 1747 richtete er – zur Steigerung von Glanz und Würde des kurfürstlichen Hofes – in seinem „Grünen Schlössl“ in Neudeck bei München die kurfürstliche Porzellan Manufaktur ein. Mit der Umsiedlung der Manufaktur nach Schloss Nymphenburg im Jahr 1761 und dem einsetzenden internationalen Ruhm durch die Entwürfe von Franz Anton Bustelli wurde die „Churfürstliche Porcelain-Fabrique“ zum wichtigen Prestigeobjekt der Wittelsbacher.
Max III. Joseph war ein großer Förderer der Künste und Wissenschaften. So ist es seinem Einsatz zu verdanken, dass in Bayern die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde. Seine im Sommer 1747 geschlossene Ehe mit Prinzessin Maria Anna Sophia von Sachsen blieb kinderlos, weshalb nach seinem Tode die pfälzische Linie der Wittelsbacher die Nachfolge antrat.
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