Kurfürst Max IV. Joseph

geboren am 27. Mai 1756 in Schwetzingen bei Mannheim

gestorben am 13. Oktober 1825 in München

ab 1806 König Max I. Joseph

Kurz vor der Jahrhundertwende, im Jahr 1799, trat Kurfürst Max IV. Joseph seine Regentschaft an. Zu diesem Zeitpunkt war seine Pfälzer Heimat bereits von der französischen Revolutionsarmee besetzt. Seine französische Erziehung, die Annexionsbestrebungen der Habsburger und die Dominanz der Armee Napoleons führten unter seiner Regentschaft zwischen 1805 und 1813 zu einer engen Anlehnung Bayerns an Frankreich. 1806 wurde dem bayerischen Kurfürsten von Kaiser Napoleon der Königstitel verliehen – eine Folge seiner Bündnispartnerschaft mit dem französischen Kaiser. König Max I. Joseph, der erste bayerische König, führte gemeinsam mit seinem Minister Maximilian Graf von Montgelas die begonnene Reformpolitik im Geist der Aufklärung fort. So erhielt Bayern 1808 seine erste Verfassung, die 1818 grundlegend überarbeitet wurde und in dieser Fassung bis zum Ende der Monarchie 1918 Bestand hatte.

Schon während der französischen Besatzung der Pfalz war ein Teil der Entwürfe, Modelle und Figuren der Frankenthaler Porzellanmanufaktur in Mannheim gelagert worden. Diese Manufaktur, die vor allem für ihre figürlichen Darstellungen bekannt war, wurde im Jahr 1800 nach Antritt seiner Regentschaft an Nymphenburg angegliedert und Teile der Mannheimer Bestände nach München überführt.

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