Prinzregent Luitpold von Bayern
geboren am 12. März 1821 in Würzburg
gestorben am 12. Dezember 1912 in München
Da König Otto, der jüngere Bruder von Ludwig II., aus Krankheitsgründen regierungsunfähig war, übernahm Prinzregent Luitpold, Bruder von Max II. Joseph, im hohen Alter von 65 Jahren die Regierungsgeschäfte. Er hatte bereits während der Regentschaft Ludwigs II. zunehmend repräsentative Aufgaben wahrgenommen und so lag es nahe, dass er nach dessen Tod als Prinzregent das Amt antrat. Luitpold, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger eine lange Militärlaufbahn hinter sich hatte, verstand es, durch Bescheidenheit, Tüchtigkeit und Volkstümlichkeit seine Untertanen für sich zu gewinnen. Wenngleich man dem weltfremden, verschwenderischen König Ludwig II. nachtrauerte, wurden die 25 Jahre seiner Regentschaft zu einem goldenen Zeitalter für Bayern. Dank seiner Liebe zur Malerei brach in München gerade für die bildenden Künste eine fruchtbare Zeit an – sowohl für die Meister der Alten Schule, als auch für die zeitgenössische Kunst des Jugendstils. Die namensgebende Zeitung „Die Jugend“ erschien erstmals 1896 in München. 1903 führte der Prinzregent das Studium für Frauen ein. Während seiner Regentschaft, im Jahr 1888, wurde die Porzellan Manufaktur Nymphenburg an die Kaufmannsfamilie Bäuml zur Pacht übergeben. Mit der Prinzregentenstraße und dem Prinzregententheater wird heute noch an die Regierungszeit Luitpolds erinnert.
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