Franz Ignaz Günther

Franz Ignaz Günther, Bildhauer und Vertreter des bayerischen Rokoko, wurde 1725 in Altmannstein geboren. Nach seiner kunsthandwerklichen Ausbildung in der Schreinerei seines Vaters Johann Georg, arbeitete er von 1743 bis 1750 als Schüler von Johann Baptist Straub in München – von dem man ausgeht, dass er auch Franz Anton Bustellis Lehrmeister gewesen war. Die Wandergesellenjahre führten Günther nach Salzburg, Mannheim und Olmütz in Mähren, und anschließend 1753 nach Wien in die Bildhauerklasse der dortigen Akademie.

Hauptauftraggeber von Franz Ignaz Günther war die Kirche: Er entwarf einzigartige Kirchenausstattungen, Altäre und Gewandfiguren. 1754 wurde er durch den Kurfürst Max III. Joseph als „hofbefreiter“ Bildhauer anerkannt. 1755/56 entstand sein großes Porzellan-Kruzifix, eines seiner Meisterwerke, bereits im Auftrag des Hofes. Bestimmt war es für den Hochaltar der Cäcilien-Kapelle in der Münchener Residenz. Es wird noch heute nach der originalen Rokoko-Vorlage in Nymphenburg gefertigt.

Fotos: © Bayerisches Nationalmuseum München

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