Katharina Neumann

Mit ihren 28 Jahren ist Katharina Neumann ein echter Shootingstar der Manufaktur. 2008 begann sie ihre Ausbildung als Manufakturporzellanmalerin in Nymphenburg und schon wenige Jahre später ist sie zur Stellvertreterin von Herrn Schnitzler, dem Leiter der Malerei avanciert. „Hier lernt man nie aus“ sagt Kathi, wie sie im 16-köpfigen Team von allen genannt wird, „denn bei Nymphenburg werden immer wieder neue Farben und neue Dekore entwickelt." Trotz der Vielfalt ihrer Aufgaben, hat die Vaterstettenerin eine ganz besondere Vorliebe: Totenköpfe. Vier von bislang sechs Skull Editionen sind so bereits unter ihren versierten Händen entstanden.

Geduld, innere Ruhe und natürlich Leidenschaft braucht ein Porzellanmaler, um die vielen minutiösen Details mit exakten Pinselstrichen auf das glasierte Porzellan zu bringen. Katharina Neumann benützt dazu feinste Fehhaarpinsel, die sie so präpariert, dass sie eine extradünne Spitze bekommen. Der detailreiche Körper des Kolibris und das Gefieder, das mit Gold, Platin und einer perlmuttschillernden Lüsterfarbe ausgeführt wird, sind eine ganz besondere Herausforderung. Die Flügel werden nur leicht in heller Farblage angedeutet, um die enorme Schnelligkeit des Vogels im Flug darzustellen.

Rund eine Woche braucht es, bis ein Skull fertig ist. Nicht selten kommt noch ein kleiner oder größerer Sonderauftrag dazwischen, denn Kathi Neumanns zweite Leidenschaft sind Schriften: Monogramme, Preistrophäen und filigrane Sonderbemalungen - immer dann, wenn es besonders knifflig wird, greift sie zum Pinsel. Als Ausgleich zur meditativen Porzellanmalerei treibt Neumann in ihrer Freizeit gerne Sport. Yoga und Volleyball stehen unter der Woche auf dem Plan, am Wochenende darf’s etwas mehr Adrenalin sein. Dann steigt Kathi aufs Mountainbike oder Wakeboard. Im Winter fährt sie gerne mit Freunden zum Snowboarden, am liebsten in Österreich – auf der Steinplatte oder in Fieberbrunn. Und welches ist ihre Lieblingsfarbe? Blau! Das Schriftblau und auch das typisch bayerische Hellblau. „Es streicht sich am schönsten und einfach typisch Nymphenburg.“

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