Brennerei

Für die hohe Qualität des Nymphenburg Porzellans ist der Brennvorgang mindestens so wichtig wie die ausgewogene Zusammensetzung der Grundstoffe. Beim sogenannten Glühbrand, dem ersten Brand, werden die Porzellanrohlinge bei 950°C gehärtet. Danach werden sie von Hand mit einer dünnen Glasurschicht überzogen und in einem bis zu 36 Stunden dauernden Brennprozess bei Temperaturen von maximal 1.400°C erneut gebrannt. Bei diesem sogenannten Glattbrand, dem zweiten Brand, verschmilzt die Glasur mit dem Porzellan. Das Ergebnis ist die reinweiße, besonders glatte und harte Oberfläche, für die Nymphenburg Porzellan bekannt ist. Nur wenn Massezusammensetzung und Brenntechnik optimal aufeinander abgestimmt sind, lassen sich diese Reinheit sowie die Transparenz des Porzellans und Brillanz der Glasur erzielen. Das Porzellan schwindet beim Brennen um etwa ein Sechstel der Größe. Umso bedeutender sind die originalen Vorlagen: von einem gebrannten Porzellanstück lässt sich aufgrund der Schwindung kein neues Modell mehr formen – jede Form würde zu einem um weitere 17% verkleinerten Endergebnis führen. Nach der Bemalung wird das Porzellan letztmalig gebrannt. Bei diesem Brand, dem sogenannten Farbbrand, der stufenweise bei Temperaturen von 1.300°C bis 760°C erfolgt, verschmilzt die Glasur mit der Farbe. Dabei verändern sich etliche Farben stark. Es erfordert die höchste Könnerschaft eines Malers, bis er einzuschätzen weiß, wie er Farben mischen und auftragen muss und wie sich diese beim Brennen entwickeln. Für das Speiseservice Belle Epoque von Nymphenburg, das 1900 auf der Weltausstellung präsentiert wurde, sind allein fünf Farbbrände nötig, um die kunstvolle Aufglasurmalerei erblühen zu lassen.

Prozesse

Der Nymphenburg Film

Eine einzigartige visuelle Tour durch die Ateliers von Nymphenburg.

Prozesse

Wasserkraft

Noch heute werden die mechanischen Geräte der denkmalgeschützten Porzellan Manufaktur Nymphenburg durch Wasserkraft aus dem Schlossbach gespeist – wie schon im 18. Jahrhundert.

Prozesse

Massemühle

Die Herstellung der richtigen Mischung aus Kaolin, Feldspat und Quarz ist eine Kunst, die die Porzellan Manufaktur Nymphenburg in über 260 Jahren verfeinert hat.

Prozesse

Dreherei

Alle runden Teile – Teller, Schalen, Vasen – werden rein von Hand auf Drehscheiben geformt und nicht wie in anderen Manufakturen üblich mittels eines Rollerautomaten.

Prozesse

Modellsaal

Der Modellsaal ist das Herzstück der Porzellan Manufaktur Nymphenburg. Hier entstehen die Gipsformen für den Guss und die Trocknung aller nicht-runden Porzellanteile.

Prozesse

Modell- & Formenarchiv

Im Modell- und Formenarchiv der Porzellan Manufaktur Nymphenburg lagern mehr als 30.000 Formen.

Prozesse

Formerei

Alle Einzelteile, die sich nicht auf Drehscheiben formen lassen, werden von Hand gegossen. Dazu wird der sogenannte „Schlicker“, die verflüssigte Porzellanmasse, in bis zu 15mal wieder verwendbare Arbeitsformen aus Gips gefüllt.

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Bossiererei

In der Bossierstube erhalten vielteilige Figuren und Objekte der Porzellan Manufaktur Nymphenburg ihre endgültige Form.

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Farblabor

Die Nymphenburg Farben sind bekannt für ihre Leuchtkraft, für ihre Reinheit und ihren Nuancenreichtum.

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Brennerei

Für die hohe Qualität des Nymphenburg Porzellans ist der Brennvorgang mindestens so wichtig wie die ausgewogene Zusammensetzung der Grundstoffe.

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Malerei

Die Dekore sind die Handschrift der Porzellan Manufaktur Nymphenburg. Kaum eine Manufaktur hat soviel Opulenz und Motivreichtum im Programm.

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Unterglasur Malerei

Bis heute wird die Unterglasurmalerei von den Nymphenburg Meistern mit höchster Perfektion auf zahlreichen Tierplastiken und Figuren ausgeführt.

Prozesse

Vergoldung

Vergoldete Partien und Verzierungen mit Platin, die nach dem Brand stumpf und glanzlos aus dem Ofen kommen, werden von den Polierern mit Hilfe von Achat- und Blutsteinen ins Hochglänzende gebracht.

Prozesse

Majolika

Nymphenburg Majolika ist weltweit einzigartig. Seit rund 160 Jahren werden in der Manufaktur Majolika Figuren und Fliesen nach traditionellen Methoden von Hand produziert.