Unterglasur Malerei

Die Unterglasurmalerei ist eine spezielle Technik der Porzellanbemalung, bei der die Farbe noch vor dem zweiten Brand auf das unglasierte Porzellan aufgetragen wird. Diese Technik wurde 1903 in Nymphenburg eingeführt und erlebte in der Zeit des Jugendstils ihren Höhepunkt. Bis heute wird sie von den Nymphenburg Meistern mit höchster Perfektion auf zahlreichen Tierplastiken und Figuren ausgeführt.

Dank ihrer sanften, gedeckten Töne und der fließenden Übergänge ist diese Maltechnik bestens für die Gestaltung von Tierfellen, Gefiedern und fein bekleideten Figuren geeignet. Bei der Unterglasurbemalung wird die Farbe noch vor der Glasur mit Pinsel oder Aerograph auf den Scherben aufgetragen. Dabei wird stets mit den dunkelsten Farbtönen begonnen. Für die helleren Partien wird die Farbe stellenweise mit besonderen Pinseln abgetragen und anschließend überarbeitet. Farbtöne, die bei der Bemalung deckend übereinander gelegt werden, erscheinen nach dem Brand transparent. Die fein abgestuften Farbvariationen, die sich aus diesen Schichtungen ergeben, werden in ihrer Brillanz zusätzlich durch verschiedene Arten der Glasur betont.

Die für die Unterglasur verwendeten Farben müssen besonders hitzeresistent sein: Sie werden im zweiten Brennprozess auf 1.400 °C erhitzt – eine Temperatur, der nur wenige Farben standhalten. Trotz dieser Anforderungen ist es der Porzellan Manufaktur Nymphenburg gelungen, hierfür eine einzigartig breite und fein abgestufte Palette von Farbpigmenten zu entwickeln.

Prozesse

Der Nymphenburg Film

Eine einzigartige visuelle Tour durch die Ateliers von Nymphenburg.

Prozesse

Wasserkraft

Noch heute werden die mechanischen Geräte der denkmalgeschützten Porzellan Manufaktur Nymphenburg durch Wasserkraft aus dem Schlossbach gespeist – wie schon im 18. Jahrhundert.

Prozesse

Massemühle

Die Herstellung der richtigen Mischung aus Kaolin, Feldspat und Quarz ist eine Kunst, die die Porzellan Manufaktur Nymphenburg in über 260 Jahren verfeinert hat.

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Dreherei

Alle runden Teile – Teller, Schalen, Vasen – werden rein von Hand auf Drehscheiben geformt und nicht wie in anderen Manufakturen üblich mittels eines Rollerautomaten.

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Modellsaal

Der Modellsaal ist das Herzstück der Porzellan Manufaktur Nymphenburg. Hier entstehen die Gipsformen für den Guss und die Trocknung aller nicht-runden Porzellanteile.

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Modell- & Formenarchiv

Im Modell- und Formenarchiv der Porzellan Manufaktur Nymphenburg lagern mehr als 30.000 Formen.

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Formerei

Alle Einzelteile, die sich nicht auf Drehscheiben formen lassen, werden von Hand gegossen. Dazu wird der sogenannte „Schlicker“, die verflüssigte Porzellanmasse, in bis zu 15mal wieder verwendbare Arbeitsformen aus Gips gefüllt.

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Bossiererei

In der Bossierstube erhalten vielteilige Figuren und Objekte der Porzellan Manufaktur Nymphenburg ihre endgültige Form.

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Farblabor

Die Nymphenburg Farben sind bekannt für ihre Leuchtkraft, für ihre Reinheit und ihren Nuancenreichtum.

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Brennerei

Für die hohe Qualität des Nymphenburg Porzellans ist der Brennvorgang mindestens so wichtig wie die ausgewogene Zusammensetzung der Grundstoffe.

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Malerei

Die Dekore sind die Handschrift der Porzellan Manufaktur Nymphenburg. Kaum eine Manufaktur hat soviel Opulenz und Motivreichtum im Programm.

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Unterglasur Malerei

Bis heute wird die Unterglasurmalerei von den Nymphenburg Meistern mit höchster Perfektion auf zahlreichen Tierplastiken und Figuren ausgeführt.

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Vergoldung

Vergoldete Partien und Verzierungen mit Platin, die nach dem Brand stumpf und glanzlos aus dem Ofen kommen, werden von den Polierern mit Hilfe von Achat- und Blutsteinen ins Hochglänzende gebracht.

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Majolika

Nymphenburg Majolika ist weltweit einzigartig. Seit rund 160 Jahren werden in der Manufaktur Majolika Figuren und Fliesen nach traditionellen Methoden von Hand produziert.

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