Flying City Tableware

Geschirr der fliegenden Stadt, 2010
Set aus Tellern und Tasse
Edition 25 + 3 AP
Porzellan

Installation
Edition 3
L×B×H: 3,5 × 3 × 3 m
Porzellan, Stahl, Leder

Carsten Höllers Werke wurden bereits in der Tate Modern, London, im Kunsthaus Bregenz und im Guggenheim Museum, New York, präsentiert. Im Kern seiner Arbeiten steht die Frage, nach welchen Konventionen wir unser Leben leben und ob es nicht auch grundsätzlich anders vorstellbar wäre. Mit dem GESCHIRR DER FLIEGENDEN STADT (2010) hat Carsten Höller für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg eine Edition entwickelt, die diese Thematik in neuer Weise aufgreift.

Das Service besteht aus einer Kombination von Platzteller, Speiseteller, Brotteller, Teetasse und Untertasse für je zwei Personen, deren Dekore sich auf zwei grundsätzlich verschiedene Vorlagen beziehen: einerseits Georgi Krutikows Entwurf einer FLIEGENDEN STADT (1928) und andererseits die nach ihrem Erfinder Charles Benham benannten Rotationsscheiben (1894/5). Als Motivträger hat er Wolfgang von Wersins LOTOS Service (1932) gewählt, das zu den klassischen neu-sachlichen Services der Porzellan Manufaktur zählt und in seiner Schlichtheit die funktionale Ästhetik der Avantgardezeit spiegelt.

Carsten Höller hat beide Motive bereits in früheren Arbeiten aufgegriffen: die Benhamschen Streifen in Masonwheel (2001) und Krutikows Bildwelt zuletzt im Londoner The Double Club (2008/9). Für das "Geschirr der fliegenden Stadt" führt er sie nun erstmals zusammen.

Das "Geschirr der fliegenden Stadt" bestehend aus Platztellern, Speisetellern, Brottellern und Teetassen mit Untertasse ist zudem in einer Auflage von 25 signierten Servicen für je zwei Personen erhältlich.

Carsten Höllers GESCHIRR DER FLIEGENDEN STADT ist für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg sowohl Fortsetzung als auch Premiere. Es schließt direkt an die Zusammenarbeit mit herausragenden Vertretern aus der Porzellan Manufaktur eng verwandten Bereichen an: so die seit den 1990er Jahren kontinuierlich ausgebaute Zusammenarbeit mit renommierten Industriedesignern wie Konstantin Grcic, Hella Jongerius oder Clemens Weisshaar und Reed Kram; aber auch die COMMEDIA DELL’ARTE – COUTURE EDITION (2008), zu der 16 der international bedeutendsten Couturiers wie Vivienne Westwood, Christian Lacroix oder Gareth Pugh eingeladen wurden, je eine der berühmten Nymphenburg COMMEDIA DELL’ARTE Figurinen (1759/60) des Franz Anton Bustelli in ein neues „Gewand“ zu kleiden.

Innerhalb dieser Reihe ist Carsten Höller der erste zeitgenössische Bildende Künstler, der wie die bisher eingeladenen Produkt- und Modedesignern auf eine beachtliche internationale Karriere zurückblicken kann. Er setzt den Ausgangspunkt für eine Editions-Serie, die in naher Zukunft mit Künstlern wie Tobias Rehberger, dem Gewinner des Goldenen Löwen auf der Venedig Biennale 2009, und Joep van Lieshout fortgesetzt wird.

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