Chinoiserie

Ein kleinplastisches Werk von höchstem Rang

Im Barock und Rokoko richtete sich der Blick der Adelshäuser auf das Exotische und Fernöstliche. Vor allem China, das als Land der Weisheit galt, stand mit seinen Luxusgütern wie Seide, Porzellan, Möbeln aus Lack und Perlmuttgegenständen im Zentrum des Interesses. Die Vorstellung dieser fremden Welt beeinflusste die Lebensgestaltung. 1757 schuf Franz Anton Bustelli einen Zyklus von Chinesen-Figurinen als Tafelaufsatz im Geist der Zeit. Neben der Serie der KOMÖDIENFIGUREN für Nymphenburg darf dieser Zyklus als Bustellis wichtigster Beitrag zur Porzellankunst gelten. Ein kleinplastisches Werk von höchstem Rang, in dem sich die Akteure paarweise in einem lockeren Kreis um das erhöhte Götzenbild gruppieren. Mit der für seine figürlichen Entwürfe typischen Leichtigkeit führt Bustelli über demütige Körperhaltungen und gesenkte Blicke die uneingeschränkte Verehrung des Götzenbildes vor Augen.

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