Belle Epoque

Fischservice des floralen Münchener Jugendstils

Bereits im ersten Jahr seiner Tätigkeit für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg entwarf der Maler, Architekt und Bildhauer Hermann Gradl das Fischservice BELLE EPOQUE. 1900 auf der Pariser Weltausstellung präsentiert und mit einem „Grand Prix“ prämiert, zählt es zu den gelungensten Beispielen des floralen Münchener Jugendstils, auf den auch sein Name verweist. Die Fischplatte, Saucière und Kartoffelschale sowie die 16 Teller – später erweitert zu einem Service für 18 Personen – sind allesamt mit verschiedenen naturalistischen Fischmotiven versehen. Die Konturen der Fische werden damals wie heute im Umrissdruck von Kupferplatten auf Seidenpapier, und von diesem auf die Teller übertragen und anschließend en détail ausgearbeitet. In den stilisiert dargestellten Wasserpflanzen verschmilzt die elegante Form mit dem Dekor, das den Durchbruch im Porzellan harmonisch einfasst. Fünf Farbbrände sind nötig, um die kunstvolle Aufglasurmalerei erblühen zu lassen.

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