Lebensblumen

Eine poetische Tätowierung

Mit Lotos schuf Wolfgang von Wersin 1932 einen bis heute begehrten Klassiker unter den Servicen der Manufaktur. Immer wieder inspirierte seine streng reduzierte Form Künstler und Kreateure zu neuen Dekoren. 2011 schenkte ihm der Wiener Industriedesigner Sebastian Menschhorn ein Kleid aus violetten Lebensblumen. Wie florale Tatoos öffnen sich die stilisierten Blüten und Kapseln an lang verschlungenen Stielen auf dem glatten Porzellan. Die Motive, die ursprünglich aus dem Orient stammen und für Wachstum, Sinnlichkeit und Wohlstand stehen, finden sich auf Tellern und Tassen, Terrinen und Teekannen. Doch erst der individuelle Pinselduktus, der beim Bemalen in den Meisterwerkstätten der Manufaktur entsteht, lässt die frei von Hand skizzierten Blumen tatsächlich wie eine poetische Tätowierung erscheinen.

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