EINBLICKE: MEIN LIEBLINGSTÜCK Das Besondere an der Porzellan Manufaktur Nymphenburg sind die Menschen, die hier arbeiten. Manu factum, von Hand gemacht, ist Versprechen und Tradition zugleich. Die Kunsthandwerker und ihre Detailverliebtheit, ihre Leidenschaft für Porzellan und ihre nie endende Kreativität sind in jedem Objekt spürbar. Wir möchten Sie einladen, in diesem (und den kommenden) Newslettern die Persönlichkeiten der Manufaktur mitsamt ihren Lieblingsstücken kennenzulernen. Die Musu-Vase mit ihren zwei Öffnungen kann tropisch üppig und zartes Wiesenblümchen. Das schätzt Elisa Görlitz aus der Dreherei an dem Entwurf – und das ist auch die Herausforderung. „Die Fertigung erfordert viel Geschick, weil man die kleine Vase in die große einsetzen und sie mehrmals über dem Kopf dafür drehen muss. Dabei ist sie feucht und noch instabil. Ich habe etliche Monate gebraucht, um diese Kunst zu beherrschen.“ Die 22-Jährige hat 2021 ihre Ausbildung in der Manufaktur begonnen und ist seit letztem Frühjahr fertige Geschirrkeramformerin. Ein Beruf, der Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen und Begeisterung für das Handwerk erfordert. Elisa bringt das alles mit. „Ich habe schon als Kind immer gebastelt, male und stricke in meiner Freizeit.” Und dekoriert ihre eigene Musu-Vase, die auf der Fensterbank in der Küche steht. Mal mit tropischen Exoten, mal mit selbstgepflückten Blumen, die sie auf dem Weg zur Arbeit entdeckt. „Morgens um 6 Uhr zum Schloss zu radeln und dann durch den Garten in die Manufaktur zu gehen, ist immer wieder magisch. Dann ist hier nur Ruhe und ein ganz besonderes Licht“, schwärmt Elisa Görlitz. |