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Du liebe Zeit

TEMPUS FUGIT

Man hat nie genug Zeit und doch unendlich viel. Wüssten Sie, was Sie mit 706.056 Stunden anstellen würden? Mit der durchschnittlichen Lebenserwartung könnte man ungefähr genauso viele klassische Partien Schach spielen, weit über eine Million Espressi kochen, 211 Millionen Mal küssen. Wir modernen Menschen unterschätzen die Zeit gern einmal. Sie ist schließlich immer da, unveränderlich, sogar fair verteilt. Jeder hat 24 Stunden pro Tag zur Verfügung. Und doch fliegen Tage und Wochen manchmal. Wie kann es sein, dass es bereits Mitte Juli ist? Konfuzius sagt: „Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.” Wir nehmen Sie in diesem Newsletter mit ins Gestern, Heute, Morgen. Und was auch immer Sie machen – Espresso kochen, küssen, Figuren über ein Brett bewegen – genießen Sie den Augenblick.
Eine Hand greift eine Vase auf einem Tablett, Teile der Tortoise Serie von Ted Muehling für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg

GESTERN 

„Schildkröten sind Überlebende vergangener Zeiten”, sagt Ted Muehling. Der amerikanische Designer hat ihnen mit der Kollektion Tortoise eine ganze Kollektion gewidmet. Die Struktur der Vasen, Schalen und Becher erinnert an die Panzer der Tiere, die sich friedfertig, scharfäugig und still im Adagio durch die Welten bewegen. Sie gelten als Sinnbild für Langlebigkeit und Zähigkeit. Michael Ende, in dessen Werken fast immer eine Schildkröte vorkommt, erklärt die Faszination für die Testudines mit ihrer vollkommenen Nutzlosigkeit (sie sind weder Jäger noch Beute), ihrer Bedürfnislosigkeit und ihrem wissenden Lächeln, wenn sie aus dem Panzer hervorgucken. Man kann seinen Sonntag sicher produktiver gestalten, aber glauben Sie uns, beim Betrachten der Schatten- und Lichtreflexe auf dem haudünnen Biskuitporzellan stellt sich ein meditatives Gefühl von Zeitlosigkeit ein

Dekorative Porzellanteller der Generation T von Nymphenburg mit Blumenarrangement befinden sich auf einem Tisch

HEUTE

Mit Artefakten aus der Spätantike und selbst 170 Jahre alt, ist das Bayerische Nationalmuseum ein Symbol der Vergangenheit. Am heutigen Sonntag wird beim Sommerfest Geschichte aber live erlebbar. Und der Porzellan Manufaktur können Sie ebenfalls vor Ort über die Schultern gucken. Eileen Laubinger aus der Malerei zeigt, wie aus Ihren alten Nymphenburger Porzellan-Fundstücken Hingucker werden, die bei Tisch für Gesprächsstoff sorgen. Die Idee zur innovativen Kollektion Generation T entstand in Kooperation mit Designerin Hella Jongerius, die mit den Dekoren Weeds und Dripping altem Nymphenburger Porzellan neues Leben einhaucht.
Sommerfest im Bayerischen Nationalmuseum, 13.07. 11-16 Uhr, Eintritt frei

Elegante weiße Teller mit Schmetterlingsmotiven, Teil der Papilio Nymphenburg Kollektion

 MORGEN

Wie gerne hätten wir die Gabe, in die Zukunft zu blicken. Dann könnten wir vielleicht sehen, wie Sie in den Sommerferien unter einem Olivenbaum oder einer Bougainvillea am Frühstückstisch sitzen, Puccinis „Madame Butterfly“ hören, während Pfauenauge und Zitronenfalter durch die Morgenluft tanzen. Schmetterlinge gelten in der christlichen Welt als Symbol für Hoffnung und ewiges Leben, ihre zarten Flügel sind mit tausenden kleinen, farbigen Schuppen aus Chitin besetzt, in denen die prächtigen Farbpigmente enthalten sind. Trotz ihrer filigranen Körper haben die Lepidoptera schon 135 Millionen Jahre Lebenserfahrung und kommen außer in der Antarktis überall auf der Welt vor. Staunen Sie bei jedem Exemplar, das Ihnen begegnet – unter einem Olivenbaum, im Dschungel, auf dem Frühstücksteller.  

PORZELLAN MANUFAKTUR NYMPHENBURG
NÖRDLICHES SCHLOSSRONDELL 8, 80638 MUNICH, GERMANY

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