SCHWEBEZUSTAND Die vergangenen zwei Wochen war es still: kaum Emails, Anrufe nur von lieben Menschen, viele Restaurants und Geschäfte geschlossen. Wer konnte, ist vielleicht weggefahren, hat eiskalte Meeresluft geatmet und morgens Baguettekrümel mit den Möwen geteilt. Es waren Tage, gefüllt mit knirschenden Schritten im Sand oder Schnee, Atemwölkchen vor dem Mund, und die Augen blinzelten in die klare Wintersonne. Ein Schwebezustand, der sich wie ein Seidenschal sanft auf die Gemüter legte. Zwischen weihnachtlicher Abundanz und Neujahrsvorsätzen war Raum, die Gedanken auf Wanderschaft zu schicken: Was ist noch möglich? Welche Weichen will man stellen? Und auf welchen Strecken sind die alten Schienen noch verlässlich? Dieses Träumen, dieses Utopisieren darf gerne in die Verlängerung gehen. Zukunft? Wird aus Mut gemacht. |