Kiki Smith
Kiki Smith, 1954 in Nürnberg geboren, lebt und arbeitet in New York und zählt seit den späten 1980er Jahren zu den bedeutenden Künstlerinnen ihrer Generation. In Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien und Videos beschäftigt sie sich mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz, dem Körper und den Ursprüngen kreativer Inspiration. Während ihre frühen Arbeiten auch das Verborgene und Innere des menschlichen Körpers thematisieren, rückten seit 2000 zunehmend Natur, Tiere und märchenhafte Motive in den Mittelpunkt. Ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk ist die Glühbirne, die Smith als Sinnbild für Energie, Kreativität, Erkenntnis und Transformation einsetzt. Smith ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters und nahm an den Biennalen von Venedig und des Whitney Museum teil.
Für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg entwickelte Kiki Smith in einem zweijährigen Arbeitsprozess die limitierte Edition Light Catcher (2013). Ausgangspunkt ist die Form einer Glühbirne, die in weißem Biskuitporzellan erscheint, als wäre sie zerbrochen und aus einzelnen Scherben wieder zusammengesetzt. Die Form der Glühbirne wurde von den Porzellanmeistern der Manufaktur gefertigt, während Smith die scherbenartigen Partien jedes einzelnen Objekts von Hand formte. Statt nach einem festgelegten Entwurf entstand die Edition in einem intuitiven Prozess direkt am Objekt, wodurch jedes Exemplar zum Unikat wurde. In Light Catcher überträgt Smith eines ihrer zentralen Motive in Porzellan und verbindet die Glühbirne als Symbol für Licht, Energie und schöpferische Ideen mit der Fragilität des Materials.