Josef Wackerle

Josef Wackerle, der 1880 in Partenkirchen geboren wurde, besuchte bereits im Alter von 13 Jahren die dortige Holzschnitzschule. Seine Ausbildung als Bildhauer erhielt er im Anschluss an der Kunstgewerbeschule und Kunstakademie in München. 1899 durfte er als Stipendiat nach Italien reisen; dort beschäftigte er sich intensiv mit der Antike und dem Töpferhandwerk.

Ab Herbst 1905 begann die Zusammenarbeit der Porzellan Manufaktur Nymphenburg und Josef Wackerle, die über 50 Jahre dauern sollte. 1908 gestaltete er seine großen Majolika-Gartenfiguren und 1910 prachtvolle Ziervögel für die Brüsseler Weltausstellung, die noch immer die Wege im Botanischen Garten in Nymphenburg schmücken.

1909, nach nur 3 Jahren in Nymphenburg, wurde er an die Kunstgewerbeschule nach Berlin berufen – jedoch ohne dass seine Zusammenarbeit mit der Porzellan Manufaktur dadurch abgerissen wäre. 1917 holte Richard Riemerschied, Organisator und Leiter der Münchner Kunstgewerbeschule, Wackerle als Lehrer nach München zurück. Ab 1923 wurde er Professor an der Münchener Kunstakademie. Für die Deutsche Gewerbeschau gestaltete Josef Wackerle einen Majolikatempel mit lebensgroßen Symbolfiguren von vier Erdteilen, von denen sich heute einige Ausformungen im Bayerischen Nationaltheater befinden.

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