Jürgen Partenheimer
Jürgen Partenheimer zählt zu den herausragenden Vertretern einer aus der Abstraktion entwickelten zeitgenössischen Kunst. Internationale Bekanntheit erlangte er in den 1980er Jahren durch seine Teilnahme an den Biennalen von Paris, São Paulo und Venedig. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Museum of Modern Art in New York, der National Gallery in Washington, dem San Francisco Museum of Modern Art, dem Singapore Art Museum, dem Museo de Arte Contemporáneo in Madrid und dem Museum Ludwig in Köln gezeigt. Partenheimer war zudem Ehrengast der Villa Massimo in Rom.
Für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg entwickelte Partenheimer 2011/2012 die Edition Kalliope, eine Serie von drei unterschiedlichen skulpturalen Gefäßen, deren Formen auf abstrakten Konstruktionszeichnungen des Künstlers basieren. Anders als die traditionell in Gussformen gefertigten Porzellane der Manufaktur werden die Gefäße von Hand gedreht. Partenheimer lässt dabei die Spuren des Entstehungsprozesses bewusst sichtbar werden und macht die Veränderungen des Materials vom feuchten Porzellan über Trocknung und Brand bis zur Glasur zum Teil des Werks. Die Gefäße entstanden in unterschiedlichen Kombinationen aus Biskuit- und Glasurbrand sowie in verschiedenen Farb- und Zeichnungsvarianten. Durch den handwerklichen Prozess ist jedes Exemplar ein Unikat, vom Künstler signiert und nummeriert. Der Titel Kalliope verweist auf die Muse der epischen Dichtung, Wissenschaft und Philosophie.